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In der Nordsee-Zeitung (Projekt: Jugend und Schule) stand am 24. 11. 2009 |
Praktikum mal „very british“Abenteuer
Ausland: Humboldtschüler schnuppern in britischer Kleinstadt
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Jedes Jahr wieder: Humboldtschüler machen sich auf nach Beverley, einer englischen Kleinstadt. Zwei Wochen lang haben 24 Zehntklässler dort ein Praktikum absolviert, dabei Leben und Alltag in Großbritannien kennen gelernt. Ich war dabei. |
Selbstversorger: Paprika schneiden gehörte für die Humboldt-Schüler |
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Zwei Lehrer begleiteten uns und passten mit wachsamen Augen auf uns auf. Startpunkt der Reise war der Hauptbahnhof Bremerhaven. Sichtlich nervös und zum Teil noch leicht verschlafen stand die Schülergruppe in den frühen Morgenstunden am Gleis. Erst ging die Reise nach Rotterdam. Dort angekommen, setzten wir mit der Fähre nach Hull über und hatten damit erstmals englischen Boden unter den Füßen. Ein Lehrer hatte allerdings eine Extraaufgabe: Er transportierte große Dinge wie Fahrräder mit dem Auto und Anhänger hinterher. Mit dem Linienbus ging es dann ans Ziel der Reise: eine Jugendherberge in Beverley. Für die nächsten zwei Wochen unser Zuhause. Nachdem das Gepäck verstaut war, machten wir uns in kleinen Gruppen und mit Stadtplänen ausgestattet auf die Suche nach unseren Praktikumbetrieben. So konnten wir sichergehen, dass am nächsten Morgen alles klappt und sich keiner verläuft. Am Abend fand eine Modenshow statt, die den beiden Lehrern die Möglichkeit gab, auf die Kleiderordnung in England hinzuweisen: Jeans und Turnschuhe in der Schule sind in England tabu. Zugegeben etwas ungewohnt, aber daran soll es am Ende nicht scheitern. Am nächsten Morgen machte sich jeder zu einer anderen Zeit auf den Weg zur Arbeit - die unterschiedlichen Berufe machten es möglich. Einige Schüler fanden sich in der Grundschule oder dem Kindergarten plötzlich in der Rolle ihrer Lehrer oder eines Erziehers wieder. Andere halfen in Autowerkstätten, Reisebüros oder bei einem Catering-Service. KLEINE KRISEN AM RANDEUnterm Strich lebten wir uns schnell ein und auch das Problem mit der Verständigung verschwand im Laufe der ersten Wochen. Zwar gab es auch kleine Krisen, in denen sich mancher Praktikant überflüssig oder unterfordert fühlte. Diese Momente überwanden wir jedoch mit Hilfe der Lehrer. Nach einem entspannenden Wochenende mit Ausflügen, verging die zweite Woche wie im Flug und plötzlich hieß es: „Goodbye!“ Viele waren traurig ihren Gastgebern auf Wiedersehen sagen zu müssen und auch die Engländer ließen ihre Praktikanten nur ungerne gehen. Am Ende hatten wir gelernt, was es heißt, in einem englischen Betrieb zu arbeiten. Außerdem hatten wir gehörig an Selbstvertrauen gewonnen und auch unser Englisch hatte sich verbessert. |
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