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In der Nordsee-Zeitung stand am 17. 11. 2009 Unter der Schule fließt edles Nass Stadt bohrt Brunnen für neues Forschungsinstitut VON SUSANNE SCHWAN |
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GEESTEMÜNDE. Die Fische können kommen - das Wasser ist schon da. Unterirdisch. Aus 40, 50 Metern Tiefe wird es gerade hochgepumpt: Eins-A-Grundwasser, mit dem bald See-Fische gezüchtet werden sollen. Derzeit rammt ein Bohrturm Brunnenlöcher in den Sportplatz der Humboldtschule. Doch die Forschungsanstalt, die das Wasser braucht, ist noch gar nicht gebaut. |
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Aber vom Bund zugesichert: 2002 hatte die Politik beschlossen, die bundeseigenen Forschungsinstitute für Fischereiökologie und Seefischerei aus Hamburg nach Bremerhaven umzusiedeln. Doch das zieht sich hin. „Wir wollen den Umzug vorantreiben“, betont Michael Penz von der Fischereihafen-Betriebsgesellschaft (FBG), „und von unserer Seite alle Voraussetzungen dafür schaffen. Wir stehen Gewehr bei Fuß.“ Wummm. Und wieder: Wummm. Der Herzschlag des Bohrturms dröhnt über die Häuser an Georg-Seebeck-, Herder- und Gellertstraße, alle zwei Sekunden donnert der vier Meter lange, 600 Kilo schwere Hammer ein Bohr-Rohr ins Erdreich. Carsten Burzlaff starrt auf einen gelben Streifen am Stahlseil: „Wenn wir die Markierung nicht mehr sehen, haben wir einen Meter geschafft“, klärt der Bohrgeräteführer auf. Mal schaffen er und sein Zwei-Mann-Trupp von einer Celler Spezialfirma fünf Meter am Tag, mal zehn - „kommt auf die Bodenschichten an“, grinst Burzlaff, kratzt Bröckchen aus dem neuen Bohrkern: „Mergel. Feinsandiger Ton.“ 29 Meter tief sind sie jetzt. Ob sie in 35 Metern Tiefe - wie beim ersten Probe-Brunnen 100 Meter weiter - oder erst bei 60 aufs Grundwasser stoßen, ist ungewiss. Unbelastetes Wasser gehört zu den Bedingungen für den Bau des Instituts auf dem hergerichteten einstigen SSW-Areal |
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an der Herwigstraße. Dorthin, erklärt Volkert Osterloh von den Wirtschaftsförderern der Stadt, wird später eine Wasserleitung von beiden Brunnen hinter der Schule fünf Kilometer südwärts verlegt. Doch warum wird für die See-Fisch-Zucht kein Leitungswasser abgezapft? „Weil“, sagt Osterloh, „die Institute eine vom Trinkwasser unabhängige hochwertige Versorgung zugesichert bekamen.“ Das kostbare Nass muss in reichlicher Menge und aus Grund und Boden von öffentlicher Hand stammen. Genügend Eins-A-Grundwasser in Standort-Nähe haben die Geologen aus Bremen dem städtischen Schul-Terrain attestiert. Das Land zahlt 1,5 Millionen Euro, damit künftig stündlich zehn Kubikmeter Wasser im Institut abgezapft und gefiltert werden können. |
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Schulleiter Peter Becker ist von der Brunnenbohrung vor seiner Nase fasziniert: „Aqua-Kultur ist zukunftsträchtig, angesichts der Überfischung der Meere. Und unser Sportplatz“, grinst Becker, „wird ja dann vom Gartenbauamt wieder schön hergerichtet.“ |
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